Bericht Lernendenkampagne

Mittwoch, 24. Juni 2015, BBZG Sursee. Es war heiss und schwül. Der Sommer hatte die Schweiz erreicht. Sonne bedeutet Energie, also machten wir uns im Namen der Lernendenkampagne auf den Weg für die Rechte der Lernenden zu kämpfen, eine der schwächeren Gesellschaftsgruppen.

Viele Gruppen von Lernenden taumelten sich auf dem Platz. Wir gingen hin arbeiteten zielstrebig, sagten ein paar einleitende Sätze und schon war die ganze Aufmerksamkeit bei uns. Die Kombination von „Gerechtigkeit“ und „Lernende“ schenkte uns im Nu ihre Ohren. Schon bald begannen die Lernenden von ihren Problemen zu erzählen.
Eine junge Dame erklärte, dass Sie in der Pflege vor allem Aufräum-Arbeiten erledigen müsse. Ihre Motivation habe sehr abgenommen. Ihr war es nicht immer möglich das theoretisch Gelernte, praktisch umzusetzen. Oft dachte sich daran ihre Lehre abzubrechen. Würde man sie jetzt fragen, ob sie diese Ausbildung ausüben würde, würde sie nach der bisherigen Erfahrung ganz klar nein sagen. Wir waren ab dieser Entwicklung entsetzt, leider ist dies jedoch kein Einzelfall.

Insgesamt war das Echo eindeutig und die Meinungen der Lernenden gingen in die gleiche Richtung: Zu viele „Fremdarbeiten“, wenig Zeit zum Lernen, kaum kompetente Ausbilder. „Es ist schlimm, wenn der Lernende mehr Ahnung hat als der Ausbilder“, tönte es in der Menge. In der Tat: Solchen Geschehnissen muss mehr Achtung geschenkt werden. Denn diese jungen Leute sind unsere Zukunft! Ihnen steht eine professionelle Begleitung zu.
Es war erkennbar, dass die Jugendlichen mit anderen Vorstellungen in die Lehre gegangen sind. Sie waren motiviert zu lernen, vor allem auch aus Fehlern zu lernen und die Ausbildung mit derselben Motivation zu beenden, mit der sie gestartet waren. Mag sein, dass man während der Ausbildung das ein oder andere Mal einstecken muss, jedoch sollte diese Seite meiner Meinung nach nicht überwiegen.

Abschliessend kann man sagen, dass unser Engagement sehr gut ankam bei den Lernenden. Das Feedback war durchwegs positiv und wir werden weiter machen, im Namen der Lernenden. Denn ein kleiner Schritt ist oft etwas sehr Grosses, wenn er richtig gesetzt wird.

Gentiana Airulli, Verantwortliche Lernendenkampagne

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